Highlight: Sighisoara

Published on: October 23, 2014

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Sighișoara, zu deutsch Schäßburg, ist Zielort der zehnten Etappe. Mitte des 12. Jahrhunderts von deutschen Einwanderern (Sieberbürger Sachsen) gegründet, wurde sie bald eine der wichtigsten Städte im Gebiet des heutigen Transsilvaniens.

Man geht davon aus, dass der ungarische König Géza II. (1141–1162) Teilnehmer des zweiten Kreuzzugs zum Bleiben überredete. Er schenkte ihnen Land und gestand ihnen mehr Rechte als in ihren Herkunftsregionen zu. Als Gegenleistung sollten sie die Grenzen gegen die heidnischen Kumanen sichern.

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Die deutschen Bauern und Handwerker genossen weitreichende Freiheiten und Privilegien. Sie gründeten die bis heute wichtigsten sieben Städte der Region, unter anderen Schäßburg, sowie zahlreiche Dörfer und Marktflecken.

Aus den rechtlichen Besonderheiten erwuchs ein Standes- und Nationalbewusstsein, das zusätzlich durch eine für die Siebenbürger Sachsen über Jahrhunderte geltende De-facto-Autonomie gestützt wurde.

Schäßburg war bald wirtschaftlich und kulturell bedeutend, auch über die Region hinaus. Im 16. und 17. Jahrhundert soll es mehr als 15 Zünfte und 20 Handwerkszweige in der Stadt gegeben haben. Diese Zünfte standen nur deutschstämmigen Bürgern offen.

Noch in den 1930 Jahren stellten die Siebenbürger Sachsen die zahlenmäßig größte Bevölkerungsgruppe dar. Nach dem Ende des Sozialismus wanderte ein Großteil von ihnen nach Deutschland aus. 2011 waren nur noch 1,5% der Schäßburger Einwohner deutscher Abstammung.

1999 wurde Schäßburgs einzigartiges historisches Zentrum zum Unesco-Weltkulturerbe erklärt. Sie gilt als die schönste und am besten erhaltene, bewohnt Zitadelle in Europa. Zusätzlich zählen zu den Sehenswürdigkeiten der Stundturm, die Schäßburger Bergkirche sowie diverse Profanbauten und Türme der Stadtbefestigung.

Auch gibt es ein Dracula Haus in Schäßburg, in dem vermutlich Vlad III. Drăculea um 1431 geboren wurde. Vlad III. wurde später Prinz der Walachei und war wegen seiner grausamen Führungsmethoden gefürchtet. Er wurde auch Vlad der Pfähler genannt oder Sohn des Teufels.

Schon zu Lebzeiten rankten sich viele Gerüchte um ihn. Später diente er Bram Stoker als Vorlage zu seiner Romanfigur Dracula.

Weblinks:
ARD Mediathek: Schätze der Welt: Sighisoara (Video, 14:36 Minuten)

Image Splash: © Luke Addison, Image Dracula Haus: © Gabriela Avram, Image Mittelalter Festival: © Still Wanderer

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