13. Etappe: Pitesti (RO) – Russe (BG) 167 km

Published on: January 28, 2015

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Auf der 13. Etappe meiner Tour von Berlin nach Istanbul geht es über 167 km von den Karpaten bis an die Donau. Nachdem ich am Tag zuvor noch den 2042 m hohen Bâlea Pass überquert habe, endet dieser Abschnitt auf einer Höhe von 20 m.

Da ich nicht weiss, wo ich am Vortag übernachten werde, kann die Distanz durchaus länger sein als die veranschlagten 167 km. Ich weiss nicht, wie gut ich über den Pass komme und wie weit auf der Abfahrt. Von Poienari unterhalb des Stausees bis nach Pitești sind es 60 km. Irgendwo auf diesem Abschnitt sollte ich eine Pension finden.

Walachei: Kloster in Snagov Walachei: Kloster in Snagov Walachei: Schloss Potlogi bei Bukarest

Heute geht es nur bergab! Nach Pitești lasse ich auch die letzten Ausläufer der Südkarpaten hinter mir. Es geht durch fruchtbares Ackerland Richtung Giurgiu und die Donau. Dies ist auch mein letzter Tag in Rumänien. Nach einer Woche und über 700 km in diesem Land, geht es heute Abend auf der Freundschaftsbrücke, die Giurgiu mit Russe verbindet, über die Donau.

Geschichtlich interessant sind beide Städte. Die Römer gründeten an der Stelle, wo heute Russe liegt, im 2. Jhd n.Chr. die Hafenstadt Sexaginta Prista (60 Schiffe). Sie war Stützpunkt der Donauflotte der Römer, welche die Aufgabe hatte, die Nordgrenze des Römischen Reiches gegen Überfälle der nördlich der Donau lebenden Völker zu schützen.

Freundschaftsbruecke Blick auf Giurgiu von Russe Giurgiu und Russe

Im 5./6. Jhd. gründeten die Römer dann Theodorapolis am nördlichen Ufer, wo heute Giurgiu liegt. Beide Siedlungen wurden allerdings wieder zerstört. Das heutige Giurgiu wurde vermutlich im 14. Jhd. von Genuesischen Kaufleute gegründet und bald von den Osmanen erobert. Bis zum 19 Jhd. blieb es auch osmanisch und war ein wichtiger Militärstützpunkt, von dem aus auch Angriffe auf die reichen Städte Siebenbürger Sachsens ausgeübt wurden.

Man weiss nicht genau wann das heutige Russe gegründet wurde. Er bestand schon eine befestigte Ortschaft, als die Osmanen es eroberten. Allerdings bauten sie es dann weiter aus und die Stadt erlebte eine erste Blüte.

Seit 1954 verbindet die Freundschaftsbrücke die 160.000 Einwohner in Russe mit den 60.000 in Giurgiu. Bis 2013 war sie die einzige Donaubrücke zwischen Rumänien und Bulgarien.

(Änderung 29.01.: ein kurzer Vergleich der vorhanden Unterkünften und Preise hat dazu geführt, dass ich diese Etappe in Russe enden lassen werde.)

Image Splash © Ramón, Images Snagov & Potlogi © fusion-of-horizons, Image Bridge © Leon Hart, Image Giurgiu © Georgi Kirichkov, Image Danube © Nigel Swales.

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