8. Etappe: Vásárosnamény (HU) – Zalău (RO) 165 km

Published on: January 19, 2015

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Der 8. Tagesabschnitt meiner Tour von Berlin nach Istanbul führt mich von Vásárosnamény in Ungarn nach Zalău in Rumänien. Eine Woche werde ich mich in diesem Land aufhalten, 743 km zurücklegen und den 2042 m hohen Bâlea-Pass überqueren.

Doch erstmal geht es weiter auf Radwegen im Süd-Osten Ungarns. Erst an der Theiß entlang, dann an der Szamos. Zwei Flüsse die stark vom Baia-Mare-Dammbruch in Mitleidenschaft gezogen wurden, als im Januar 2000 der Damm einer Golderz-Aufbereitungsanlage brach.

Über 100.000 Kubikmeter hochgiftiger Zyanidlauge ergossen sich in den Fluss Sasar. Letzten Endes gelangte sie über Szamos und Theiß auch in die Donau. Allein in der Theiß wurden 1400 Tonnen tote Fische aus dem Fluss gezogen. Der Dammbruch gilt als grösste Umweltkatastrophe Osteuropas seit Tschernobyl.

Nach wenigen Kilometern in Rumänien verlasse ich den Fahrradweg auf dem Damm des Someș und biege ab Richtung Süden und Zalău, einer Stadt mit ca. 50.000 Einwohnern am Rande der Westrumänischen Karpaten. Die letzten Kilometer dieser Etappe sind wieder hügeliger und warten mit einigen kurzen, aber heftigen Steigungen auf.

Ungarische Tiefebene Holzkirche in Nordrumänien Im Zentrum von Zalau Im Zentrum von Zalau

Zalău erhielt 1473 die Stadtrechte und gehörte die längste Zeit zu Ungarn, übergangsweise aber auch zum Fürstentum Siebenbürgen. 1919 wurde es dann von der Armee des inzwischen gegründeten Königreichs Rumänien besetzt. Von 1940-44 war Zalău dann nochmals Teil Ungarns.

Image Splash © Cristian Bortes, Image Ungarn © Szlivka Róbert, Image Holzkirche © Nicu Farcaş, Images Zalău © Andrew Hill.

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