Berlin Istanbul Express – Tag 10

Published on: July 26, 2015

Filled Under: Etappen

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Was für ein Tag! Er begann kurz hinter Cluj fast mit Verzweiflung, hatte dann mit der Thorenburger Schlucht ein echtes Highlight dieser Tour für mich parat – und wurden zum Ende hin doch ziemlich lang. Geendet hat er dann schliesslich im wunderschönen Sighisoara.

Direkt hinter Cluj ging es auf Waldwegen in die Berge. Anfangs waren die Wege noch okay, doch ziemlich schnell wurden sie lehmig und waren von den schweren Regenfällen des Vortages total aufgeweicht.

Fahren wurde unmöglich, und bald auch schieben. Der klebrige Lehm setzte sich an den Reifen fest und blockierte sie schliesslich. Vom Weg abgehen in den Wald brachte auch nichts. Es dauerte ewig bis ich einen Schotterweg und schliesslich eine Strasse fand.


Diese Strasse führte mich schliesslich in die Gegend um die Stadt Salicea, von der man einen fantastischen Fernblick hat und wo die bessergestellten Clujer ihre Wochenendhäuser haben.

Dann sah ich bereist in der Ferne die Thorenburger Schlucht. Ich bin sicher eine halbe Stunde auf sie zugefahren ohne zu wissen, ob das, was ich mir da vorgenommen hatte, auch machbar ist. Mit dem Bike durch die Schlucht.


Ich hatte gelesen, dass man Eintritt zahlen muss, also müsste es da auch Tor geben, wo man mich möglicherweise abweist. Doch an der Nordseite gab es das nicht.

Das Terrain war zum Teil war wirklich schwierig, die Wege schmal und der Boden felsig. Mit den Fahrradschuhen gar nicht so einfach. Die Menschen, die ich traf, sahen mich alle ziemlich irritiert an.

Klar, was will man in der Schlucht auch mit einem Bike? Fahren kann man nicht, ich hab es die meiste Zeit getragen. An einigen Engpässen waren auch Drahtseile im Fels befestigt,an denen man sich festhalten konnte.


Die Schlucht ist atemberaubend schön mit ihren Steilwänden, dem rauschende Bach und der Vielfalt an geschützten Planzen. Den Bach überquert man mehrmals auf wackeligen Holzbrücken. Einige der Steilwände  sind auch für Kletterer freigegeben.

Am südlichen Eingang der Schlucht war etwas mehr Betrieb, aber auch hier fragte man mich nicht nach einem Ticket. Zu meiner Überraschung hatte ich nur 40 Minuten für die Durchquerung gebraucht. Man hätte sich sicher mehr Zeit nehmen können, ich musste aber noch 130 km bis nach Sighisoara zurück legen.

Die Strecke durch die Transsylvanische Hochebene war lang und heiss. Auf einem Abschnitt Schotterstrasse hatte ich dann auch meinen ersten Platten. Gegen 19 Uhr war ich schliesslich in Sighisoara.


Die Altstadt ist wunderschön und mittelalterlich. In der Zitadelle findet zudem an diesem Wochenende ein Volksfest statt und die ganze Stadt ist auf den Beinen.

Ich werde mir gleich nochmal die Altstadt anshen, bevor ich mich auf die  heutige Etappe mache. Die ist nur 83 km lang und führt mich an das Fagaras Gebirge heran, das ich dann morgen auf der Transfogarischen Hochstrasse überqueren werde.

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