Berlin Istanbul Express – Tag 12

Published on: July 27, 2015

Filled Under: Etappen

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Was hat mir dieser Tag Kopfzerbrechen bereitet! Ich bin noch nie einen Pass über 2000 m gefahren. Mein Trainingsrevier ist Brandenburg.

Ich bin Anfang Juli extra nochmal ins Erzgebirge gefahren und auf den 1200 m hohen Fichtelberg.

Ich war vor Jahren schon mal in Rumänien und auf diesem Pass. Allerdings mit dem Auto. Und habe diese atemberaubende Strasse und Gebirgskette gesehen.


Und nun, nach nicht einmal drei Stunden, stand ich oben am Balea Lac, dem See neben dem gleichnamigen Pass. 2:50 h die natürlich auch sehr anstrengend waren. Aber vor allem euphorisierend, wenn man merkt, dass man trotzdem vorankommt und an Höhe gewinnt.

Das erste Zwischenziel ist die untere Station der Seilbahn, die bis auf den Pass fährt. Das nächste ist der Punkt, wo man aus dem Wald fährt und endlich freie Sicht auf die Berge und die Ebene hat. Wobei die Ebene heute von Wolken verhangen war.


Allerdings hat man ab hier nicht nur eine tolle Fernsicht, man ist ab jetzt auch dem Wind ausgeliefert. Und der blies ziemlich stark vom Gipfel talwärts und es wurde recht schnell kalt.

Die letzten 300/400 Höhenmeter arbeitet man sich auf Serpentienen aufwärts. Da hatte ich wenigstens auf der dem Gipfel abgewandten Geraden Rückenwind.

Und dann steht man plötzlich oben! Das Gefühl ist unbeschreiblich!


Rund um den See gibt es einige Cabanas, Hütten mit Restaurant und Pension. Ich habe mir eine warme Suppe, Kaffee und Kuchen gegönnt, bevor es durch den Tunnel zur Südseite ging.

Die Strasse auf der Nordseite ist spektakulärer, die auf der Südseite aber nicht weniger schön. Die Abfahrt war nicht einfach. Sie ist steil und die Strasse nicht besonders gut. Der kleinste Fehler kann hier böse Folgen haben.


Ich habe die Abfahrt mit meiner Helmkamera gefilmt. Auf das Video bin ich sehr gespannt.

Es lagen dann noch 130 km bis zu meinem Tagesziel Pietsti vor mir. Die Abfahrt schien ewig zu dauern, vorbei am Staudamm des Vidraru und der Burg Poenari, die einst Vlad III. Draculea gehörte.


Die letzten 50 km waren dann ziemlich trist auf einer vielbefahrenen Bundesstrasse. Aber, was für ein Tag!

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