Zurück in Berlin – Und jetzt?

Published on: August 16, 2015

Filled Under: Nachbetrachtung

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Seit über einer Woche bin ich jetzt zurück in Berlin. War’s das? Auf keinen Fall! Es hat mich einige Tage gebraucht, das Erlebte zu verarbeiten. Und wahrscheinlich wird es auch noch eine ganze Weile dauern. Auf der Tour war da wenig Zeit zu. Jeder Tag wartete auf mit neuen Highlights, und auch neuen Strapazen.

Gerade bin ich dabei, die ca. 20 Stunden Videomaterial zu sichten, die ich mit einer GoPro Action Kamera aufgenommen habe. Ich werde in den nächsten Wochen einige Videos zusammenschneiden. Geplant sind einige längere Clips von den Highlights und zwei Zusammenfassungen in unterschiedlicher Länge. In diesem Post werde ich ein paar Screenshots zeigen.

Zuerst aber noch einige Informationen zu meiner Rückreise, die besonders für andere Tourenradler von Interesse sein dürften. Ich bin mit einem OneWay-Ticket der Turkish Airways zurück nach Berlin Tegel geflogen. Nonstop. Das Ticket hat €137 gekostet. Gebühr für die Mitnahme des Bike-Kartons €30, gezahlt beim CheckIn. Das Einboxen des Bikes habe ich vom Specialized Shop in Besiktas machen lassen (€20).

Besonders beeindruckend ist natürlich das Videomaterial von den Highlights, wie der Thorenburger Schlucht in Rumänien auf der 10. Etappe. Für die 2.5 km lange Durchquerung habe ich die Kamera auf dem Helm montiert und dann das Bike getragen.

Thorenburger Schlucht Thorenburger Schlucht Thorenburger Schlucht

Auch die Abfahrt vom 2042 m hohen Balea Pass auf der Transfogarischen Hochstrasse habe ich mit der Helmkamera gefilmt. Dieses Video werde ich fast ungekürzt online stellen auf den bekannten Videoplattformen und dann auch hier posten. Es ist sicher keine Abfahrt wie bei der Tour de France, aber dafür hatte ich auch keinen Service-Wagen hinter mir herfahren.

Anstieg zum Balea Pass. Auf der Abfahrt vom Balea Pass. Trinken auf der Abfahrt

Die meiste Zeit war die Kamera allerdings am Lenker befestigt. So konnte ich schnell auf sie zugreifen und musste nicht immer anhalten, wie beim Fotografieren. Denn egal wie schön die Landschaft auch wieder war, ich musste auch mein Tagesziel erreichen. Und ausserdem ist es ein fast körperlicher Schmerz, nach einem anstrengenden Anstieg auf der verdienten Abfahrt zu bremsen, um ein Foto zu machen. Die Geschwindigkeit und Leichtigkeit der Abfahrt möchte man möglichst lange erhalten und mit sich nehmen.

Die Kamera hat aber so oft auch die kleinen Highlights des Tages aufgenommen.

Junger Roma mit Hund Überholmanöver auf Schotter Abendliche Ankunft am Hotel

Und natürlich viele Aufnahmen von Strassen, Wegen, Verkehr. Im folgenden drei Such-Bilder: Wer findet den Weg?

In den Wäldern Schlesiens. Die Polnisch-Slowakische Grenze (inoffiziell). Wo geht's hier nach Ungarn?

Ich habe auf diesen 2500 km wohl jeden möglichen Strassentyp befahren, von Autobahn bis Hier-war-wohl-mal-ein-Weg. Situationen in den es richtig knapp war, wie ich es zum Beispiel in Berlin als Fahrradkurier oft mehrmals täglich erlebt habe, hat es zum Glück nicht gegeben. Auch wenn es manchmal so aussieht:

Wettrennen mit Truck in Rumänien. Stau auf der Donau-Brücke zwischen Rumänien und Bulgarien. Truck überholt in Baustelle in der Türkei.

Ja, eine so lange Radtour ist auch kein ständiges Oh! und Ah!, sondern auch oft Tristesse. Das fotografiert man dann natürlich auch nicht so oft, aber mit der LenkerCam kann man das schon mal aufnehmen. Und oft sind es ja auch die Phasen der Eintönigkeit, während denen man in sich kehren kann und einfach den Körper machen lässt, während der Geist abdriftet.

Schotter und Hitze in Süd-Rumänien. Öde in der Walachei. Schotter und Hitze in der Türkei.

Um jetzt aber nicht trübsinnig zu werden, noch ein paar Highlights und schöne Momentaufnahmen. Es gibt natürlich noch viel mehr Bilder von der Tour in meinem Kopf, die weder die Foto- noch die Videokamera aufgenommen haben. Und die sind gar nicht unbedingt von den Highlights der Tour. Die kann ich leider nicht mit Euch teilen, aber ich hoffe, ihr freut euch wie ich auf die Videos!

Dörfer mit Holzhäusern nahe Zakopane in Südpolen. Abfahrt nach Zakopane mit Blick auf die Hohe Tatra! Die Zipser Burg in der Slowakei! Sommer in Ungarn wie ich es mir vorgestellt habe. Endlose Radwege auf Deichen in Ungarn (mit 2 Storchen!). Und natürlich die Ankunft am Bosporus!

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