Fazit: Das Specialized Diverge Comp Carbon

Published on: December 5, 2015

Filled Under: Nachbetrachtung

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Mein Abenteuer Berlin – Istanbul ist nun einige Monate her und es ist Zeit, in einigen Posts ein Fazit zu ziehen und rückblickend die Tour und mein Setup zu besprechen.

Ich habe auf der Tour sicher bessere Bilder von meinem Bike gemacht, als das Titelbild dieses Posts. Aber eben dieses Bild sagt sehr viel über die Vielseitigkeit des Specialized Diverge aus. Es war einfach für die Route, die ich gewählt habe, das optimale Gefährt.

Auf Land- und Bundesstrassen war es schnell, robust genug für Schotter- und Waldwege und hat nicht unter schlechten Strassen und Kopfsteinpflaster gelitten. Und wenn ich an meine Grenze stiess und die Wege nicht mehr fahrbar waren, konnte ich die 9 Kilo leicht schultern und das Bike eine Strecke tragen. Sicher auch, weil ich das Gepäck per Rucksack transportiert habe. Mit Satteltaschen wäre das wohl nicht möglich gewesen.

Da geht's hoch! Vor der Hohen Tatra Auf einer Fähre in Ungarn

Und kurz nachdem dieses Bild in Südpolen am Morgen des fünften Tages entstand, stiess ich auch an so eine Grenze und musste das Bike einen Berg hochtragen. Es war vorher nicht absehbar, dass der Weg eher einem Bachlauf ähnelt, als einem fahrbaren Waldweg.

Ich habe bewusst einige Passagen durch abwegiges Gelände eingeplant. Zum einen, weil ich gerne fern von grossen Strassen unterwegs bin, zum anderen weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass es gerade die besonderen Herausforderungen sind, die einem lange im Gedächtnis bleiben.

Und das Diverge hat all diese Herausforderungen zuverlässig mitgemacht. Ich hatte auf der ganzen Tour keine Probleme mit dem Bike, mal abgesehen von zwei platten Reifen.

Landstrasse in Südpolen Feldweg in der Slowakei Auch dieser Weg war mit dem Diverge kein Problem

Die Geometrie des Diverge ermöglicht eine etwas bequemere Sitzposition als bei herkömmlichen Rennrädern und ist damit geeigneter für längere Etappen, als ein Cross-Bike. Da sich bis zu 35 mm dicke Reifen montieren lassen, ist es wiederum besser geeignet für Schotter- und Waldwege, als ein Rennrad.

Wer also einen Mix aus Strasse und Offroad fahren möchte, wie ich auf meiner Berlin Istanbul Tour, ist mit einem Diverge optimal ausgestattet. Ein weiterer Vorteil des Diverge ist, das der Carbon Rahmen mit seinen Zertz-Dämpfungselementen Vibrationen schluckt und den Fahrer entlastet. So waren auch Etappen um die 200 km möglich.

Der Hitze entfliehen in Rumänien Lehmiger Boden bei Cluj machte Fahren oder Schieben unmöglich Durch die Thorenburger Schlucht habe ich das Diverge getragen

Die Scheibenbremsen (hydraulische Shimano BR-785) haben mich nie im Stich gelassen und auch auf nassen Waldwegen und längeren Bergabfahrten zuverlässig gearbeitet. Allerdings trat auf der Abfahrt vom Balea-Pass in den Karpaten Rumäniens ein Quietschen an der Hinterradbremse auf. Nach einer Pause und dem Abkühlen der Bremse, hat es sich aber wieder gelegt.

Abgesehen von diesen technischen Details war es einfach ein Genuss, diese Bike zu fahren. Es ist sowohl schnell als auch robust und sieht dazu auch noch super aus.

Kopfsteinpflaster in Polen In den Wäldern Schlesiens Auf einem Deich in der Slowakei

Specialized war wohl von der hohen Nachfrage nach dem Diverge in seiner Premieren-Saison etwas überrascht und kam mit dem Produzieren kaum nach. In der 2016er Saison wurde das Angebot jetzt vergrössert. Leider wurden auch die Preise deutlich angehoben, was wohl auch mit dem Wechselkurs zu tun hat.

Das 2015er Diverge Comp Carbon das ich gefahren bin, ist jetzt als Diverge Comp Cen erhältlich und kostet €3299. Einstiegsmodell ist das Diverge A1 Cen mit Alu-Rahmen und Shimano Claris Gruppe für €999. Erhältlich ist das Diverge z.B. in Berlin im Specialized Elite Shop Pedalum Mobile in der Brunnenstrasse 171 in Mitte.

Bei den meisten Übernachtungen habe ich das Bike einfach mit auf mein Zimmer genommen. In den anderen Fällen wurde es gut weggeschlossen. Für den Rücktransport im Flugzeug habe ich mein Diverge vom Specialized Shop Aktif Pedal in Besiktas einboxen lassen.

Auf dem Transfogarischen Hochstrasse Vor dem Hotel Nirvana in Shumen, Bulgarien Am Flughafen in Istanbul

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